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Split

M Night Shyamalan ist zurück, sein neuester Film trägt den Namen Split, auf Deutsch so viel wie gespalten.

Shyamalan war der Meister des Twists, aber nach einigen eher erfolglosen Filmen ist sein Namen in Ungnade gefallen. Mit einem starken Hauptdarsteller und einer psychologisch tiefgehenden Handlung will er nun wieder in der Gunst seiner Fans steigen.
Hier soll nicht zu viel verraten werden. Bereits aus dem Trailer und vom Filmplakat ist bekannt, dass es in dem Film um einen Mann, Kevin gespielt von James McAvoy, geht, der mehrere Persönlichkeiten hat. Dieser entführt drei junge Mädchen. Viel weiter gehen die Trailer nicht und den Rest sollte man sich selbst ansehen. Der Film folgt dem Genre des gefangene Mädchen Horrors in recht gewohnter und für Shyamalan erstaunlich stringenter Weise. Auf krasseTwists wird verzichtet, was dem Film jedoch keinen Abbruch tut. Manche Elemente sind so Klischeehaft, dass sich die Frage aufdrängt, ob es womöglich gewollte Hommagen an das Genre sind.
Die Beschäftigung mit Kevins gespaltener Persönlichkeit bietet einen interessanten Nebenplot, der einen immer wieder aus dem Gruseln heraus zieht, nur um kurz darauf wieder zum Horrorteil zurück zu kehren. Das gibt dem Film eine zusätzliche Tiefe und zeigt, dass sich der Regisseur tiefgehender mit dem Thema beschäftigt hat. McAvoy glänzt in seiner Darstellung der verschiedenen Persönlichkeiten und schafft es gekonnt dem Zuschauer zu vermitteln, mit wem wir es gerade zu tun haben. Meist wird dieses Erkennen zwar durch spezielle Outfits erleichtert, aber nicht immer findet Kevin die Zeit sich umzuziehen, wenn gerade eine andere Persönlichkeit übernimmt. Von den Mädchen sticht vor allem Anya Taylor-Joy als Claire heraus, deren Charakter über den typischen Horrorfilm Teenie hinaus geht. Sie ist am ehesten ein Identifikationscharakter für den Zuschauer.Split ist kein Film in den man geht um sich zu fürchten oder gar zu erschrecken. Der Horror spielt sich auf einer subtileren, psychologischen Ebene ab. Shyamalan mag noch nicht wieder zu seiner alten Bestform zurückgekehrt zu sein, aber er meldet sich mit diesem Film eindrucksvoll zurück und scheint auf dem richtigen Weg zu sein.

Zusammenfassung
Ein Entführer mit mehreren Persönlichkeiten und drei Entführte die nicht wissen wo sie sind. Ein interessanter Psycho-Horror Trip mit wechselndem Bösewicht im gleichbleibenden Körper.
Gut
  • Super Leistung von McAvoy
  • Interessante Hintergrundgeschichte
Schlecht
  • Teilweise Klischeehaft
  • Könnte gruseliger sein
7.2
Fair
Handlung/Logik - 8
Charaktere - 8
Spannung - 7
Soundtrack - 7
Stimmung - 8
Gruselfaktor - 5

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Kommentare

Mott

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

Ich habe den Film genossen und schaue dem nächsten Film mit Shyamalans Namen freudig entgegen. Nur die Marketingkampagne finde ich etwas störend. Ich hätte gerne mehr von Kevins Persönlichkeiten zum ersten Mal im Kino erlebt. Solltet ihr den Trailer bisher nicht gesehen haben, empfehle ich, darauf zu verzichten und direkt den Film zu sehen.

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