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Syndrome Review

Was taugt der Horror-Schocker Syndrome von Camel 101? Wir haben uns in All aufgemacht und geschaut, ob uns wirklich niemand schreien hört. Least unsere Meinung in diesem Review.

Mit Spielen wie Dead Space und Alien: Isolation wurde das Genre des Sci-Fi Horrros bei den Gamern wieder populär. Syndrome von Camel 101 möchte sich zu diesen berühmten Horror-Spielen einreihen. Und genau hier liegt das Problem.

Zu viel Bekanntes

Hier beginnt auch schon das Problem von Syndrome. Es versucht zu sehr, seinen Vorbildern nachzueifern, dass dem Spiel eine eigene Note fehlt. Die Besatzung verwandelt sich durch ein Alien-Artefakt in blutrünstige Mutanten, der Protagonist leidet unter wahnhaften Visionen und das Raumschiff ist flugunfähig. Klingt alles sehr bekannt, nicht wahr?

Ihr spielt Galen aus der First-Person Perspektive und erwacht allein auf einem düsteren Raumschiff. Dieses wird nun von den bereits erwähnten Mutanten bevölkert und ihr wollt natürlich einen Weg finden, diesen zu entkommen aber auch herausfinden, was passiert ist. Dafür werden euch zwei weitere Besatzungsmitglieder zur Seite gestellt – per Funk. Diese lotsen euch durch das Raumschiff. Leider nicht gut genug, denn da den Entwicklern anscheinend die Ideen für die Räume und Flure ausgegangen sind, sieht alles sehr gleich aus und so irrt man teilweise wie durch ein Labyrinth, um den richtigen Weg zu finden. Eine Karte gibt es, aber ohne Wegfindung zum Zielpunkt.

syndrome-waffeWir folgen einer Geschichte, die sich nicht sonderlich derer bekanteter Spiele abhebt. Hier hätten wir uns mehr Originalität gewünscht. Eigene Geschichten und tiefgründigere Charaktere.

Technisch nicht auf der Höhe der Vorbilder

Für ein Indie-Spiel sieht Syndrome verdammt gut aus und schafft es dank der Unity Engine eine sehr schöne, schaurige Atmosphäre zu erschaffen. Licht- und Schatten Effekte funktionieren gut und wirken stimmig. Pluspunkt für das Spiel, denn man fühlt sich wirklich angenehm unbehaglich auf dem Raumschiff. Hier haben Camel 101 sehr gute Arbeit geleistet. Aber das sonstige Design und vor allem Animationen hätten sie wem anderes überlassen sollen.

Denn die Monster sind einfach nur dumm. Sie bleiben oft an Gegenständen hängen, greifen uns nicht an, obwohl wir direkt neben ihnen stehen und ihre Bewegungen sehen teils urkomisch aus, es wirkt alles leider etwas hölzern, was dem Spiel viel an Atmosphäre raubt.

syndrome-monsterAuch der Nahkampf und vor allem das Abblocken sind sehr schwierig umzusetzen, da die Steuerung in diesen Momenten sehr hakelig ist. Aber oft reicht es, vor dem Monster in einen Lüftungsschacht zu fliehen, schon geben sie die Verfolgung auf. Aus den Augen, aus dem Sinn. Da wir auch stets über genügend Medi-Kits verfügen, ist es nicht sonderlich schlimm, wenn wir doch mal eins auf die Mütze bekommen. Das verharmlost diese Monster extrem und man mochte sich gar nicht mehr die Mühe machen, sich vor ihnen zu verstecken.

Was auch schade ist: Die Geschichte, die in Form von Log-Buch Einträgen und Notizen erzählt wird, ist nicht sonderlich spannend geschrieben. Hier fehlte es den Entwicklern an fähigen Autoren. Von einer Vertonung keine Spur und ein nachträgliches raussuchen der Einträge ist auch nicht möglich.

syndrome-beleuchtungWer wirklich absolut nichts mehr zu tun hat und SOMA und Dead Space nicht mehr sehen kann, kann sich hier nochmal ein paar Stunden unterhalten lassen. Alle anderen sollten zu den genannten Vorbildern greifen. Schade, mit einer originellen Geschichte und etwas mehr Budget hätte das Spiel wirklich etwas für Horror-Fans werden können. So ist es nur Mittelmaß.

Zusammenfassung
Für einen geringeren Preis könnte man sagen: Genießt das Spiel wie einen B-Movie Horror-Film. Aber so. Man kann sich unterhalten lassen, aber jegliche Form des Schokens und Grusels in diesem Spiel nutzt sich zu schnell ab. Alles ist vorhersehbar und die Geschichte es nicht groß wert, verfolgt zu werden. Schade, hier wurde viel Potential verschenkt.
Gut
  • Gute Atmosphäre
  • Räume atmosphärisch ausgeleuchtet
  • Soundkulisse top!
Schlecht
  • Einfallslose Geschichte
  • Technisch nicht ausgereift
  • Nur auf englisch
  • Grafikfehler
5
Durchschnittlich
Spielspaß - 6
Grafik - 6
Sound - 6
Steuerung - 6
Handlung und Charaktere - 3
Gruselfaktor - 3

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Kommentare

Roland

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