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Through the Woods Test

Through the Woods verschlägt uns in verwunschene Wälder. Wir haben sie für euch erkundet.

Story

Espen und seine alleinerziehende Mutter machen Urlaub in einem schönen Bungalow. Eigentlich hatte Espen nicht mitkommen sollen, seine Mutter wollte arbeiten aber die Großeltern hatten keine Zeit und so kam Espen mit. Da sie trotzdem viel Arbeiten muss, erkundet Espen meist selbst die Umgebung. Eines Nachmittags wacht Espens Mutter, nach einer weiteren durcharbeiteten Nacht, auf und kann Espen nirgends finden. Sie geht zum alten Pier, wo sie gerade noch sieht, wie ein seltsamer Mann ihren Sohn in einem kleinen Drachenboot entführt. Sie springt ins Wasser und schwimmt ihnen hinterher und damit beginnt Through the Woods.through_the_woods_1

Das Boot hat an einer seltsamen Insel angelegt. Handyempfang gibt es nicht und so machen wir uns auf die Suche nach Espen. Schnell fällt auf, dass diese Insel nicht normal ist. Alle Hütten sind verlassen und wirken so, als seien sie der Wikingerzeit entsprungen. Die Menschen die wir finden interagieren nicht wirklich mit uns, als ob sie sich nicht in er selben Zeit befinden würden. Dazu kommt, dass dieser Wald nicht nur düster ist, sondern auch von furchterregenden Fabelwesen, wie Trollen, bewohnt wird. Alles deutet darauf hin, dass Espen von Eric entführt wurde, einem Mann, der nach einer alten Sage unartige Kinder mitnimmt.

Zum Leben erwachte Märchen und Albträume können eine Mutter auf der Suche nach ihrem Sohn jedoch nicht aufhalten und so erkunden wir die Insel und taumeln dabei immer tiefer in die furchterregenderen Gebiete nordischer Mythologie.through_the_woods_2

Grafik und Sound

Das Spiel sieht blendend aus. Bei Nacht ist es schön schaurig düster und bei den Szenen, die am Tag spielen kam ich aus dem Bestaunen der Landschaft gar nicht mehr raus. Das Spiel hat grafisch nicht nur die furchterregende Seite skandinavischer Wälder eingefangen, sondern auch die Schöne. Zeitweise fühlte ich mich angenehm an Skyrim erinnert. Was etwas störend ist, sind die Charaktere. Während die Landschaft und auch die Monster sehr gut aussehen, sind Espen und seine Mutter unnötig kantig. Da man nicht aus der Egoperspektive spielen kann stört der eigene Charakter immer ein wenig, wenn man die Landschaft um sich herum bestaunen will.

Auch der Sound ist gelungen. All die Geräusche des Waldes begleiten uns den ganzen Weg über. Wenn wir in Gefahr sind, kann gutes Hinhören manchmal das Leben retten. Oft ist es jedoch schon zu spät, da der Troll hinter uns steht und wir zu seinem Mitternachtssnack werden.through_the_woods_3

Steuerung und Gameplay

Per WASD und Maus bewegen wir uns frei im Gelände. Da es allerdings keine Springen Funktion gibt, sind wir meistens darauf beschränkt, den Wegen zu folgen und können nicht querfeldein gehen. Hin und wieder verläuft man sich zwar im Wald, aber eher selten. Viel mehr als herumlaufen tun wir auch nicht. Hin und wieder finden wir Gegenstände, die wir aufheben können. Die meisten davon sind aber nur für die Hintergrundstory relevant und werden nicht für das Vorankommen benötigt. Als einziges Zusatzelement haben wir eine Taschenlampe. Diese brauchen wir meistens nicht dringend, da die Level nicht vollkommen dunkel sind. Wenn wir uns vor Trollen verstecken, sollten wir sie auch tunlichst ausmachen. Es gibt allerdings auch Monster, die sich vor dem Licht fürchten. Monster mit der Taschenlampe zu verjagen ist auch das Kampfähnlichste, was wir erleben. through_the_woods_4

Ansonsten sind unsere einzigen Methoden wegrennen und verstecken, wenn wir nicht schnell das Zeitliche segnen wollen. Das ist mir während des Spielens auch ausreichend oft passiert. In vielen lebensbedrohlichen Situationen braucht man mehrere Anläufe, bevor man den Dreh raus hat. Zum Glück sind die Speicherorte recht häufig, freies Speichern bietet das Spiel nämlich nicht. Tode und Zonenübergänge ziehen einen aber leider etwas aus der Stimmung raus. Das Spiel hat recht lange Ladezeiten und all die Anspannung, die sich angestaut hat, als man sich vor einem Troll versteckte, verschwindet wieder, wenn der Ladebildschirm erscheint.

Zusammenfassung
Der Eindruck von Through the Woods ändert sich ständig. Wenn Bedrohung nahe ist, stellen sich schon einmal die Nackenhaare auf und wenn man eine neue Umgebung betritt muss man sich erst einmal satt sehen. Aber zwischendurch fühlt es sich manchmal wie ein sehr leeres Skyrim ohne Blümchen und ähnliches an.
Gut
  • Tolle Landschaft
  • Nervenkitzel
  • Schönes setting
Schlecht
  • Teilweise langweilige Phasen
  • Eckige Charaktere
7.2
Fair
Spielspaß - 7
Grafik - 8
Sound - 8
Steuerung/Gameplay - 7
Handlung - 6

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Kommentare

Matej

Kommentar von:

Redakteur Indie und Horror

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